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Zufall: Ausschreibung für Künstler und Designer

Zufall: Ausschreibung für Künstler und Designer

Ausschreibung für Künstler und Designer bei Paulina's Friends zum Thema Zufall
Kunst aus Zufall – Zufallskunst – Zufall als Kunst – Kunst oder Zufall?

Der Zufall – ein grenzüberschreitendes Spiel

Ausstellungsdauer: 01.01 – 31.03.2019
Ort: Concept Gallery PAULINA’S FRIENDS ZUFALLSLADEN, Gartenstr. 114, 10115 Berlin-Mitte
Eröffnung: Do, 10. Januar 2019
Öffnungszeiten: Do, Fr, Sa 14-19h, sowie per Zufall und nach Vereinbarung, und während der Events

Kuratorin: Paulina Tsvetanova

Bewerbungsverfahren:

13 Kreative: Künstler*innen / Designer*innen aus allen künstlerischen Sparten – bildende, darstellende Kunst und Design, sowie den Schnittstellen kreativer Disziplinen.

Unkostenbeitrag: 250 € pro Monat zzgl. MwSt (× 3 Monate = 750€ p.P zzgl. MwSt)

Im Teilnahmebeitrag sind die Kosten für Raummiete, Personal, Marketing, PR etc. inbegriffen.

Jeder Künstler*in/Designer*in stehen á 2 x 2m Wandfläche bzw. Bodenfläche (2x2x2m) oder 6 Regale im Vorderraum der Galerie zur Verfügung.

Die Zusage für die Ausstellung verpflichtet zum Teilnahmebeitrag für die gesamte Ausstellungsdauer von drei Monaten (der Beitrag wird Januar 2019 in Rechnung gestellt). Für Hin- und Rücktransporte sind die Künstler*innen selbst zuständig. Der Aufbau findet statt: 01-03.01., Abbau 30.-31.03 (für Arbeiten, die später abgeholt werden, fällt eine Lagerraum Gebühr an)

Deine Benefits:

Als Teilnehmer*in an der Ausstellung bekommst Du die einmalige Gelegenheit, die Galerie aus Schauplatz für Deine Aktionen zu nutzen (artist talks, Performance, Workshop, Symposium; Du musst die Räume selbst betreuen, falls Deine Events nicht während der festen Öffnungszeiten stattfinden sollten)

Teilnehmer bekommen 100 % vom Verkauf ihrer Werke

kostenloses dauerhaftes Profil auf www.paulinasfriends.com/kunst oder www.paulinasfriends.com/design auf Deutsch & Englisch (sofern nicht vorhanden)

Ein persönliches Interview fürs Online Magazin: www.paulinasfriends.com/magazin

Ein Buch „Vom Glück des Zufalls. Das Nichtstun genießen – oder warum wir das Leben dem Zufall überlassen sollten.“ geschenkt

der glückliche Zufall wird dich lieben 🙂

Wenn Du Teil des ZUFALLSLADENS und der Ausstellung werden willst, dann bewerbe Dich bis zum 27.11.2018!

Bitte sende uns ein Kurzstatement (½ bis max 1 DIN A4 Seite, bitte ohne CV!) und max. 3 Bilder Deiner Arbeit inkl. Detailangaben – Maße, Titel, Entstehungsjahr, VKP an hello@paulinasfriends.com 

Hier einige Inspirationsfragen für Dich…

„Der Zufall kommt aus der Leere. Der Künstler bringt ihn in die Fülle“ – Dietrich Mahlow

Was bedeutet für Dich Serendipity?

Welche Rolle spielt der Zufall in Deiner Kunst?

Welche Geschichten erzählt er in Deinem Werk?

Wie fühlt sich der Zufall im kreativen Prozess bei Dir an?

Benutzt Du den Zufall als ästhetisches Schaffensprinzip? Inwiefern und wie? Z.B. durch Experimentieren mit Formen, Strukturen, Materialien, Techniken, sowie durch inhaltliche Zusammenhänge…?

Hast Du eine Strategie um den Zufall einzusetzen?

Deine Methode zur Zufallserzeugung?

Wie hilft Dir der Zufall, künstlerisch neue Wege einzuschlagen?

Ist der Zufall in der Kunst notwendig?

Habe ich die Kontrolle über die ästhetischen Ergebnisse des Zufalls an meinem Werk?

Welche Erkenntnisse über Deine Kunst hat Dir der Zufall geschenkt?

Gibt es so was wie objektiven Zufall in der Kunst, oder ist Zufall für Dich immer nur eine subjektive Empfindung/Angelegenheit?

Wie ist das Verhältnis von Regel, Zufall und Chaos in Deiner Kunst?

Wie viel Berechnung, Intellekt, Ordnung verträgt der Zufall in der Kunst?

Wie lenkt man den Zufall künstlerisch?

Wann ist kreativer Moment vom Zufall ausgelöst?

Führt jeder zufällige, systematische Experiment im kreativen Prozess zu einem künstlerischen Neuland?

Wann sind vermeintliche Unfälle in der Kunst wirklich Kunst?

Gibt es so was wie guter und schlechter Zufall in der Kunst?

Welche Bereiche Deiner Kunst entziehen sich Deinem Handeln, Wünschen, Wollen?

Schenkt Dir der Zufall sinnschaffende Freiheit?

Ist der naturgegebene oder der gelenkte/erzeugte/provozierte Zufall ein Glücksfall für Dich als Künstler?

Macht die Erkennung des Zufalls in Deiner Kunst die Magie der Kunst kleiner?

Wenn Kunst nur nach dem spielerischen Zufallsprinzip gemacht wird, ist sie überhaupt Kunst aus Deiner Sicht?

Wie viel Macht sollte man dem Zufall überhaupt einräumen? Lässt sich der Zufall vollständig in den Griff kriegen?

Kann man den Zufall benutzen um Erfolg in der Kunstszene zu haben?

Kann man echte Freiheit in der Kunst nicht nur durch komplette Willens- und Absichtslosigkeit erreichen?

Entfaltet sich der Zufall, wenn man sich auf den kreativen Prozess einlässt?

Kennst Du das auch, wenn man den Zufall missbraucht, um die eigenen technischen Unzulänglichkeiten als Künstler zu verschleiern?

Gibt der (vermeintliche) Zufall nicht dem künstlerischen Schaffen überhaupt Sinn?

Kann man den Zufall aus Deiner Sicht nur durch völlige Hingabe an das Un(ter)bewusste erleben/zulassen?

Wie fühlst Du Dich in den Momenten, in denen Du begreifst, wozu der Zufall gut war?

Können wir durch die Kunst den Zufall immer wieder neu definieren?

Welche Konventionen/Vorurteile/Konzepte über Deine Realität hast Du dank dem Zufall gebrochen?

PF goes GARTEN114

PF goes GARTEN114

Florian Filtzinger, Projekt- und Eventmanager & Gründer des Projektspaces Garten 114, Geschäftspartner von PAULINA’S FRIENDS.

 

Garten114

Florian ist ein junger, energischer, umtriebiger Kerl. Er ist sensibel, schlau, solide, unternehmungslustig. Manchmal gern auch kritisch, da er konsequent und kompromislos für die Gerechtigkeit in der Welt kämpft. Florian kam an einem dunklen Winterabend „zufällig“ in den Serendipity Store PAULINA’S FRIENDS rein, zusammen mit seinem Mann Mayk. Ein wundervolles Paar. Aus dieser kurzen flüchtigen Begegnung entwickelte sich eine tiefe Freundschaft und die Fortsetzung davon ist die künftige Kooperation unserer beiden Agenturen. 

 

Lieber Florian, erzähl uns ein wenig über Deinen beruflichen Hintergrund.

Schon in der Schulzeit begann ich mit der Gastronomie und Veranstaltungssszene erste Berührungen zu haben, und ich dieser fand ich mich auch in Berlin direkt wieder. Von feinen Adressen bis zu mehreren Jahren im alten White Trash Fast Food und verschiedensten Events im Nachtleben – ich habe Anfang meiner Zwanziger alle Leidenschaften ausgelebt 🙂

Ich entscheid mich dann doch zu studieren, doch die Theorie allein reichte mir nicht und so kam ich schon im Studium (Publizistik und Kommunikationswissenschaften) in die Organisation des Berliner CSD, damals als Werksstudent. Von dort wurden die Veranstaltungen, an denen ich mitarbeitete, immer mehr und auch vielfältiger. Dem Nachtleben wurde ich dann etwas müde, also habe ich mich mehr auf Produktionsleitungen in der Kunstproduktion und dem spirituellen/alternativen Bereich konzentriert. Und das mache ich bis heute!

Wie bist Du nach Berlin gekommen?

Mit einer großen Sehnsucht, oder – nennen wir es lieber einen Durst – ich habe mein Abitur in Mainz gemacht und spürte schon damals, das die behütete Welt im Rhein-Main-Gebiet für mich nicht groß genug sein würde. Ich habe nach dem Abschluss meine Tasche gepackt und bin erst mal in Spanien wandern gewesen, den Jakobsweg, um mir der Entscheidung sicher zu sein ob ich weg gehe, und wenn ja, wohin. Berlin kam mir damals wie die beste Wahl vor – und das bestätigt sich bis heute.

Was ist die Aufgabe Deiner Eventagentur und das, was Dich von anderen Agenturen unterscheidet?

Ich arbeite hauptsächlich mit sozialen, künstlerischen und spirituellen Institutionen und Menschen, ich finde in der Arbeit hier mehr Tiefe. Natürlich habe ich nach wie vor auch große Corporate Kunden, mit denen ich gerne arbeite – aber meine Heimat sind nicht mehr CEO Dinner und elitäre Feiern für ein paar wenige. Lange Zeit habe ich dieses Klientel bedient und viel gelernt. Meine Mission ist heute eine andere: ich möchte die Arbeit von sozialen/spirituellen Projekten professionalisieren und im Gegenzug die harsche Convention Szene wieder etwas mehr beseelen und bewusster zu gestalten – beide können sehr viel voneinander lernen.

 

CSD Berlin Schwul Gay Parade

 

Du bist für den Berliner CSD e.V. sehr engagiert. Was mir als Hetero so manchmal in Berlin auffällt – man kämpft hier, wo die Toleranz eigentlich am Größten ist/sein sollte, am meisten laut gegen jegliche Diskriminierungsformen. Eigentlich versteht sich die homosexuelle Gleichberechtigung ja von selbst. Also sollten Siegessäule & Co. keine exotischen Schubladen mehr sein …oder?

Leider scheint es in unserer Natur zu liegen, uns mehr auf Unterscheide statt Gemeinsamkeiten zu konzentrieren, zumindest in der „Natur“ die Gesellschaft und Wirtschaft uns momentan vorgeben.

Für mich ist das Leben als schwuler Mann (und verheirateter obendrein mittlerweile) so selbstverständlich, ich schaue das selbst aus einer Blase hinaus… Und der von Dir angesprochene Kampf: klar ist der hier in Berlin am lautesten, denn Du findest ja die meisten Gleichgesinnten! Allerdings findest Du hier auch eine hohe Konzentration an Gegenkräften, die eben versucht uns in der Schublade zu halten.

 

CSD Gay Berlin

 

Was muss sich in der Welt in der Hinsicht dringend noch ändern?

Der gesamte Fokus muss zurück gehen auf das, was uns eint, nicht das, was uns teilt. Letzteres verkauft sich leider nur so viel besser…

Du bist insgesamt sehr sozial engagiert, beispielsweise für Menschen mit Behinderung?

Ja, mit einem Kollegen treibe ich z.B. seit Jahren voran, das der CSD Berlin für alle Menschen zugänglich ist – und zwar in angemessenen Rahmen. Wer möchte sich in einem Rollstuhl durch tausende Demonstranten drängen – diese Barriere zum Beispiel nehmen wir mit Rollstuhlpodesten entlang der Demostrecke, um allen einen angemessenen Zugang und gleiche Plattform zu bieten. Ich glaube das erst wenn wir jeden in unsere Mitte holen, wir den Weg in die Mitte schaffen werden.

 

Berlin Fashion Week

 

Du warst paar Jahre in der Organisation der Alternative Fashion Week involviert? Was ist Dein Eindruck von der Berliner Modeszene?

Ich bin damals ganz bewusst in die Produktion der Alternative Fashion Week eingestiegen, nicht in die andere. Das UFO „Beliner Fashion Week“ das hier so landet, hat für mich nichts mit der Satdt und ihren Leuten zu tun. An der BAFW konnte ich mich mit dem ButtomUp Prinzip identifizieren: jungen Designern eine angemessene Plattform bieten, bevor die „Großen“ deren Ideen umsetzen und als ihre verkaufen.

Meditation Achtsamkeit Berlin Mitte Körperarbeit Yoga Mindfulness

 

Im Moment machst Du eine Ausbildung zum Somatiker? Deine Motivation dafür? Was kann man danach mit so was anfangen?

Ich bin mitten in der Ausbildung, ja – der Hintergrund ist die Arbeit an neuen Modellen für die Konferenz- und Messewelt.

Ich glaube andere Konzepte sind möglich, bei denen weggegangen wird von der Überforderung von Menschen. Somatik ist hierzu einer der Ansätze, die ich in meine Arbeit und Agentur einbringen möchte. Den Menschen wieder als ganzes betrachten und Möglichkeiten finden, die Verschwendung von Ressourcen, nicht nur finanziell, sondern eben auch menschlich und zeitlich, hinter uns zu lassen.

 

Galerie Berlin Florian Filtzinger

 

Was versprichst Du Dir von der künftigen Kooperation mit PAULINA’S FRIENDS?

Ich freue mich sehr auf die Kooperation, ich habe so viele Künstler und Projekte, mit denen ich arbeite die immer wieder auf der Suche nach Räumen sind. Und vor allem in Berlin-Mitte ist es ein Unding geworden, bezahlbare Räume für Projekte zu finden.

Deswegen bin ich unwahrscheinlich gespannt auf die Zusammenarbeit und die Arbeit im „Garten114“. Hier ein kleiner Absatz zu dem, was hinter dem neuen Space steckt:

Garten114 ist eine neue Galerie & Projektraum in Berlin Mitte. Der Name Garten ist nicht nur der Lage geschuldet, sondern soll explizit an einen Ort erinnern, an dem junge Ideen und Talente wachsen können und präsentiert werden – oft gemeinsam mit bereits etablierten Künstlern. Wir verschreiben uns der Präsentation von Kunst verschiedener Genres sowie der Nutzung des Raumes als Präsentationsfläche für alternative Kulturen. Unser Programm umfasst Ausstellungen, Lesungen, Workshops und bietet sich auch Interessenten zur Nutzung an, die den harsch bewirtschafteten Raum Berlin-Mitte beleben möchten.

Vielen Dank, lieber Florian, für die schönen Zeilen. Wir freuen uns auf viele spannende Projekte mit Dir in der Garten114!

 

 

Papierpoesie

Papierpoesie

Papier Poesie Galerie Paulina's Friends

Interview mit Kim Hyeon Ji anlässlich ihrer Einzelausstellung bei PAULINA’S FRIENDS „The Boundary of Perception“ (10.10.- 24.10)

Liebe Hyeon Ji, du bist das erste Mal in Deutschland. Hast Du einen Kulturschock bekommen?

Nein, überhaupt nicht (Lacht), ich hatte keinen Kulturschock, ich fühle mich hier sehr wohl, fast wie zuhause in Korea.

Papier Poesie Galerie Paulina's Friends Südkorea

Was ist Dein Eindruck von dem Land & der Stadt Berlin und den Menschen?

Ich habe den Eindruck, Deutsche haben im Allgemeinen ein großes Interesse an Kunst und sie sind neugierig darauf, Kunstwerke besser kennenzulernen. Es war für mich motivierend zu erfahren, wie aufmerksam das Publikum auf meine Arbeiten schaute und mir zu meinen Arbeiten Fragen stellte. Da dachte ich, Deutschland ist ein Land, wo Künstlerinnen und Künstler einen gewissen Stolz auf ihre Arbeit entwickeln dürfen und können.

Papier Poesie Galerie Paulina's Friends Südkorea

Hast Du Dir selbst das Land aussuchen dürfen? Warum ausgerechnet Berlin?

Ich habe durch die Medien erfahren, dass Deutschland, und da besonders Berlin, wo mehr als 500 Galerien ansässig sein sollen, eine gute Infrastruktur für die „Kunstproduktion haben soll. Außerdem dachte ich, hier in Berlin, wohin so viele Künstler aus der ganzen Welt kommen und arbeiten, kann ich aktuelle Trends der internationalen Kunstszene kennenlernen.

Papier Poesie Galerie Paulina's Friends Südkorea

Der Titel Deiner aktuellen Ausstellung lautet „The Boundary of Perception…..oder wenn ein Papier deine Sinneswahrnehmung irritiert….“ Was stellst Du für Arbeiten aus? Welche Besonderheiten weisen sie auf?

Durch meine Arbeiten möchte ich ein Moment der inneren Reflektion, der Wahrnehmung der Zeit visualisieren. Sowohl der Künstler als auch der Betrachter, der sich mit der Arbeit konfrontiert, befinden sich in einer Zeitlichkeit, dieser Moment der Begegnung kann kurzweilig oder von einer langen Dauer sein. Ich wollte dem Publikum ein Moment der Reflektion anbieten, der die Grenze zwischen dem Inneren und Äußeren sichtbar macht. Um das zu visualisieren, habe ich das Material verwendet, dessen Oberfläche viel Reflektion hergibt und zugleich auf der Oberfläche konzentrische Kreise dargestellt. Ich habe versucht, durch die reflektierende Oberfläche das Äußere des Betrachters wahrnehmbar zu machen, und gleichzeitig habe ich mir gewünscht, dass sie die Betrachter entlang der kreisende Bewegung ein Moment Zeit nehmen, über die Zeit nachzudenken. Die Arbeit Afterimage basiert auf dem gleichen Prinzip der Zeitlichkeit. Indem ich die Papierbahnen von der Leinwand reiße, bleiben nur der Abdruck des Moments des Zerreißens, der von Zeit und Raum bedingt ist.

Papier Poesie Galerie Paulina's Friends Südkorea

Gibt es besondere Gründe, warum du Hanji als künstlerisches Mittel hauptsächlich verwendest? Erzähl uns ein wenig mehr über das Hanji (das koreanische Papier) und Deine spezielle Arbeitstechnik damit.

Der Grund, warum ich das Hanji, Koreanisches Papier als Medium gewählt habe, ist der, dass ich mit dem Material vertraut bin. Hanji ist in meiner Umgebung und in meinem Alltag immer präsent, ein Material, was mich immer begleitet hat. Hanji wird ist Maulbeerbaumpapier, das durch mehrmalige Kochen und Zerreißen gewonnen wird. Dadurch weist Hanji anders als normales Papier lange Faser auf, die sehr zäh und erweiterbar sind. Dieser Charakter von Hanji begünstigt den Prozess der Verdrehung des Papiers zu einem Faden. Ich entscheide mich ganz intuitiv, wie viel Papierfäden addiert und in Kreisform weiter gewickelt wird.

Spiegel Papier Poesie Galerie Paulina's Friends Südkorea

Dein Verhältnis zur Farbe?

Die Farbe in meiner Arbeit bedeutet für mich ein Nachbild. Ich glaube, jedes Abbild von Zeit und Raum hat eine Farbe. Die Farbe ist ein „Abdruck der Zeitlichkeit und meiner persönlichen Wahrnehmung über den Ort.

Deine Arbeiten sind sehr poetisch. Sie visualisieren oft einen Wassertropfen? Hast Du ein besonderes Verhältnis zum Wasser als Element?

Das Bild der in Bewegung gesetzten Wasseroberfläche gab mir den entscheidenden Anstoß für meine Kreisdarstellungen. Beim Betrachten des Wassers hatte ich das Gefühl, mich auf mein Inneres zu konzentrieren. Zugleich motiviert es mich, über die Grenze zwischen Inneren und Äußeren nachzudenken.

Papier Poesie Galerie Paulina's Friends Südkorea

Wie soll es weitergehen? Hast du schon Pläne?

Bisher war ich auf flache Arbeiten konzentriert. Aber ich möchte in Zukunft installative Arbeiten realisieren. Außerdem möchte ich meine künstlerische Perspektive vergrößern, und mich in vielfältigen Bereichen entwickeln.

Liebe Hyeon Ji, vielen Dank für das Gespräch!

Papier Poesie Galerie Paulina's Friends Südkorea